Autogramme, Ausstellungseröffnung und Audio-Installation
(zg) Meterlang war die Schlange zur Concorde. Fast wie damals im Jahre 2004 als der weiße Supervogel auf dem Dach des Technik Museum Sinsheim platziert wurde. Am 02. März 2019 standen viele Museumsbesucher jedoch aus einem anderen Anlass an: 50 Jahre Erstflug der Concorde.
Doch zurück auf Anfang. Auf den Tag genau vor 50 Jahren hob die Concorde zu ihrem Erstflug ab und läutete somit die Überschall-Ära ein. Das ließ sich das Technik Museum Sinsheim nicht nehmen und lud ein, gemeinsam das Jubiläum zu feiern. Über 300 Flugzeugenthusiasten folgten der Einladung und füllten den IMAX 3D Kinosaal bis fast auf den letzten Sitz. Alle lauschten einem ganz besonderen Redner. Der ehemalige Flugkapitän der museumseigenen Concorde, Jean-Louis Chatelain, hielt einen Vortrag über den Mythos Concorde. Er selbst landete die Königin der Lüfte auf dem Baden-Airpark im Juni 2003 und hatte eine Menge zu erzählen.
Im Rahmen der Feierlichkeit eröffnete das Museum einen neuen Ausstellungsbereich rund um die Concorde. In der Museumshalle, quasi unterhalb der Concorde und ihrem sowjetischen Pendant, der Tupolev Tu-144, können nun Interessierte neben den Triebwerken weiteres technisches Equipment inspizieren oder einige der original Concorde-Sitze für eine Verschnaufpause nutzen. Hier trafen sich zur Eröffnung die Akteure der damaligen Transportaktion, schwelgten in Erinnerungen und erzählten Interessierten von den Herausforderungen den Überschall-Jet nach Sinsheim zu bringen. Währenddessen signierte Jean-Louis Chatelain stundenlang Bücher, Flugzeugmodelle, Fotos und sogar Kleidungsstücke.
Ein besonderes Highlight gab es in der Concorde selbst zu erleben. Dank einer aufwändigen Audio-Installation „flog“ man mit der Concorde über den Atlantik. Nach einer typischen Mikrofon-Durchsage „ready to take off“ vibrierte der Innenraum, was blieb waren erstaunte und grinsende Gesichter.
„Die Concorde wird ihren Ruhm für immer behalten, weil sie für die damalige Zeit so fortschrittlich war“, erklärte Chatelain und bestätigte damit einmal mehr, dass der französisch-britische Supervogel für immer unerreicht bleibt.
Quelle: Simone Lingner